Andere Konstruktionen

Dass die Monumente des antiken Heiligtums sicherlich bis ins 4. Jh. n. Chr. unversehrt erhalten blieben und deren Zerstörung wahrscheinlich erst ab dem 5. Jh. n. Chr. begann, geht schließlich aus dem Grabungsbefund im nordwestlichen Teil des Hügels hervor. Dort wurden Fundamente von Gebäuden noch unklarer Funktion gefunden, die anhand der Bautechnik und den dazu vorhandenen Parallelen in Sparta in die Zeit ab dem 6. Jh. n. Chr. datiert werden können. Im selben Bereich wurde auch das Fragment einer als Bauglied für die Konstruktion eines schmalen Kanals genutzten Herme gefunden, die anhand ihrer Inschrift ins 4. Jh. n. Chr. datiert werden kann. Glücklicherweise wurde im Herbst 2009 von den Epigrafikern unseres Forschungsteams der fehlende obere Teil in den Magazinen des Archäologischen Museums Sparta gefunden. Es stellte sich heraus, dass dieses Fragment während der Arbeiten von Tsountas 1890 in den Feldern bei Amyklai entdeckt wurde. Aus den IG kann man nunmehr die Information entnehmen, dass Sextus Eudamon Onasikrates u.a. auch Agonothet für die Hyakinthen war. Aus dem gleichen Kontext des spätantiken Kanals, jedoch an dessen Rand, kommt auch die einzig erhaltene und bereits erwähnte Basis einer dorischen Säule. Zwei vollständige Werkstücke des Thronos, ein ebenfalls schon erwähnter Orthostat und eine Deckplatte stammen aus einem christlichen Grab, das 2009 im selben Bereich der spätantiken Besiedlungsspuren ausgegraben wurde. Wohl in byzantinischer Zeit oder auch später müssen die einfachen Bestattungen auf dem obersten Hügelniveau sowie die bereits von Fiechter entdeckten Kammergräber am östlichen Rand angelegt worden sein.

AmyklesTopografiko2012.jpg

Unless otherwise stated, the content of this page is licensed under Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 License